Valentinstag … oder nicht?

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Und es geht schon wieder los, es ist der 14. Februar – Valentinstag. Jedes Jahr finde ich in meiner Facebook & Twitter Timeline zwei Gruppen von Menschen. Die einen bekunden Ihre Liebe und Zuneigung und die Anderen ihren Frust und Anti-Einstellung.

Pärchen-Argumente wie: „Man sieht sich den Rest des Jahres auch jeden Tag, also warum dann genau an dem Tag Blumen schenken, wenn man das auch den Rest des Jahres tun kann“ ziehen bei mir nicht. Ich hoffe nämlich, dass man genau das als liebender Partner tut – sich auch den Rest des Jahres um seinen Partner liebevoll kümmern. Ist das nicht eine Grundvoraussetzung?

Trotzdem kann man einen sich anbietenden Tag wie den 14. Februar durchaus, unter dem Motto der Liebe, zelebrieren. Und das gilt nicht nur für Paare. Liebe findet man überall. Als (Single-)Vater verbringe ich den Tag z.B. vorzugsweise mit meinem Sohn.

Mein Lieblingsargument der „Anti´s“: „Das ist eine Erfindung der Blumenindustrie.“. Nein, ist er nicht. Der Tag hat eine fast tragisch-romantisch, Vorgeschichte:

Valentin von Terni, traute Liebespaare im 3. Jahrhundert entgegen dem Verbot von Kaiser Claudius den Zweiten. Sein Glaube an die Liebe stellte er über sein eigenes Leben. Leider endete dies an einem 14. Februar, als er deswegen hingerichtet wurde.  Ich wette die Blumen-Lobby des 3. Jahrhunderts steckte dahinter, um endlich einen Grund zu kreieren, den Umsatz ihrer Blumenzucht künftig und für alle Zeiten zu steigern. Experten sprechen auch von der Fleurop-Verschwörung. 😉

Wir haben für jeden Anlass einen Tag. Und es kommt in Mode, alles kaputt zu machen, je nach persönlicher (vermeintlicher) Toleranz. Einige die den Valentinstag bashen, feiern aber mit Vorliebe andere Tage. Wie zum Beispiel den Muttertag und fangen dann aber später schon wieder an, Ostern und Weihnachten zu dissen.

Natürlich versucht der Warenhandel aus jedem Anlass einen Vorteil zu ziehen. So ist das nun mal heutzutage im westlichen forcierten Kapitalismus. Ich hab Anfang der Woche schon wieder Osterhasen im Regal gesehen.

Jeden Tag posten Leute, wie toll es ist, auf dem Klo zu sitzen, was sie kochen, ihren Fremdenhass, ihren Frust, ihre Anti-Einstellungen usw. Es gibt soviel Belangloses, Negatives und Trauriges mit dem wir täglich konfrontiert werden. Gerade wo Menschlichkeit vorherrschen sollte, gibt es unsagbare Grausamkeiten.

Es geht für mich um Traditionen, die wir über Jahrhunderte bewahrt haben. Und die sind bei Weitem nicht die Schlechtesten . Aus meiner Sicht sind alle „Liebesbekundungen“, heute am 14. Februar, kleine Lichter der Hoffnung am dunklen Himmel der Gleichgültigkeit.

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