Gedanken am Rande der Existenz

Posted in Allgemein on Juli 12, 2016 by andrefedorow

deathvWir machen uns oft Gedanken um die Bedeutung und den Sinn des Lebens. Dabei ist die einzig sichere und unauslöschliche Konstante unseres Lebens der Tod. Für die Einen kommt er viel zu früh, durch Krankheit oder Unfälle. Und für die Anderen, im Herbst ihres Lebens – im höheren Alter.

Diese Welt ist alles andere als fair. Nur bekommen wir die meisten Schicksale, in unserer eingeschränkten Wahrnehmung und durch unser Reichweiten beschränktes Umfeld, nicht mit. Die Schicksale von Menschen … die Schicksale von Tieren. Das Leben ist kostbar und einmalig. Ich töte nicht mal eine Fliege, ja sogar eine Mücke habe ich mit einem Glas und einem Bierdeckel eingefangen und heraus befördert.

Ich mag gar nicht daran denken wie viel Millionen von Tieren wegen unseres Verspeisungswahns ihr Leben lassen müssen. Das ist krank und bizarr irgendwie. Und es ist anerzogen, so dass es nur Normalität wurde. Oder glaubt man wirklich, dass diese Lebewesen keine Angst haben? Das sie nicht wissen was mit ihnen geschieht. Das tun sie sehr wohl.

Wer von uns Menschen will das wohl selbst erleben müssen? Aber wer denkt alles ist super für uns Menschen der liegt falsch. Massenhaft Hinrichtungen auf unserem Erdball. Es gibt unglaublich viel Ungerechtigkeit, Tod, Folter und unendliches Leid auf dieser Welt. Diese Welt hat eine grausame Fratze, die wir allein durch unsere Ignoranz, zwecks Selbstschutz, nicht wahrnehmen.


Der Tod ereilt jeden von uns. Wir sollten uns dessen stets bewusst sein. Auch die Dinge die wir lieben werden von uns gehen. Denjenigen unter uns, die alt oder noch älter werden, stehen grundsätzlich ein Zusammenbruch der eigenen Welt gegenüber. Im Regelfall gehen unsere Eltern als Erstes. Und mit ihnen, meist etwas zeitversetzt, viele Andere aus dieser Generation. Ja wir werden irgendwann ohne Eltern da stehen. Keiner mehr, der uns von Herzen liebt, bedingungslos, so wie ich es erfahren darf.

Viele von uns haben dann immer noch einen Partner, mit dem wir dann älter werden können, ggf. mit Kindern. Aber erreichen wir das hohe Alter, sind unsere Partner und Freunde und Verwandten alle weg. Man stelle sich das mal vor … ein ganzes Leben voller Erinnerungen, voller Liebe, voller Wärme und Zuneigung. Nichts wird mehr davon übrig sein, denn das alles ist zeitlich begrenzt. Allein irgendwo in einem Altersheim, unter mittlerweile fragwürdigen Bedingungen. Gedanken an all die oben genannten Dinge sind ja nur noch Echos aus einer Vergangenheit, die mal die eigene Realität war.

Und dann kommt er bald – der Tod. Wenn man Glück hat, ist jemand dabei der einem begleitet. Der die Hand hält, während man die fünf Phasen des Sterbens durchläuft. Idealerweise die eigenen Kinder.
Dann Sterben … unruhig sein, das Gefühl weglaufen zu wollen. Aber es gibt kein Entkommen! Später fällt man in eine Art Ruhezustand, äußerlich ist man ruhig, aber innerlich tobt ein Sturm. Man hat das Gefühl weggeweht zu werden. Die Atmung wird schwächer und man durchlebt immense Hitzeschübe. Deswegen Schwitzen die Sterbenden meistens. Doch man liegt da wie paralysiert. Obwohl in einem selbst der Kampf gegen das Sterben tobt, bekommen wir noch viel mit was um uns herum passiert.

In dieser endlosen und unendlichen Angst und Panik kann man nur hoffen, dass Derjenige der bei einem ist, immer gut zuredet und positive Sachen ausspricht, die einen zu Lebzeiten wichtig waren. Und an denen man sich klammern kann, bevor die Fliehkräfte des Universums den Verstand und die Seele auseinanderreißen.

Ich zeige den Prozess des Sterbens hier jetzt nicht weiter auf. Der springende Punkt dabei ist, dass wir das alle durchmachen werden. Unter diesem Aspekt sollte uns bewusst werden, dass nichts, aber auch gar nichts, irgendetwas von Belangen ist. Das Einzige was einen selbst überdauert ist das, was man in den Köpfe der Leute und ihren Herzen hinterlässt. Wie viel Gutes man getan hat, indem man anderen Menschen, und auch Tieren geholfen, hat. Seit heute sehe ich mein Leben endgültig anders. Jetzt gilt es, aus der verbleibenden Zeit das Beste zu machen. Beschäftigt Euch ausschließlich mit den Menschen, die Euch wichtig sind und denen Ihr wichtig seid. Die Ihr liebt, die Euch lieben. Alles andere ist Zeitverschwendung.

Von Glück, Moral und Grausamkeiten

Posted in Allgemein on Oktober 15, 2015 by andrefedorow

„Der Glaube an die Zukunft fängt mit dem Zweifel an allen bisherigen Wahrheiten an.“

Es ist Zeit nachzudenken. Für jeden von uns. Egal ob Mann oder Frau, Junge oder Mädchen. Nehmt Euch einen Moment Zeit und lehnt Euch zurück. Schließt die Augen und denkt über Euer Leben nach. Über unser Leben .. über DAS Leben. Ich mache mir schon Jahrzehnte Gedanken über das Leben und worin der Sinn besteht. Ich kann keine Antwort auf den Sinn geben, nur was es besser macht – was für ein Glück einige von uns haben und wie das Leben gleichzeitig so ungerecht und grausam ist.

Ich las gestern die Geschichte über einen todkranken Vater der seine neugeborene Tochter in den Armen hielt, als er starb. Ich lese immer wieder über misshandelte, missbrauchte und getötete Kinder. Von ihren eigenen Eltern oder von Verbrechern aus niederen bzw. religiösen Motiven. Ich lese über religiösen Fanatismus, dem unmenschliche, unsagbar grausame, Taten vorausgehen. Die Welt spielt verrückt. Und jeder Hinsicht herrscht ein unglaublicher Egoismus vor. Wir werden verraten, von den Regierungen dieser Welt, der Macht und des Geldes wegen. Es zählt nicht mehr der Mensch. Geblendet vom medial eingetrichterten Materialismus, der seit Jahrzehnten gesellschaftsfähig gemacht wurde.

Wir haben verlernt menschlich zu sein. Wir haben verlernt was es heißt, Freunde zu sein. Moral und Ethik sind bald auch nur noch Relikte vergangener Zeit. Selbst der von mir geschätzte Friedrich Nietzsche meint das Moral eine Erfindung der Schwachen sei. Obwohl ich ihm in vielen Sachen zustimme, kann ich es hier nicht. Moral ist ein wichtiger Aspekt, gerade als weiterentwickelter, komplexerer Mensch der Gegenwart. Manchmal habe ich das Gefühl, ein Großteil der Leute bleibt irgendwie bei dem Prozess auf der Strecke. Und viele können nicht mal was dafür. Die Weitergabe von Moral und Ethik ist Aufgabe von Eltern, aber auch der Gesellschaft.

„Früher sagte man über alle Moral: ‚An seinen Früchten erkennt man den Baum‘.
Ich meinerseits sage über die Moral : ‚An der Frucht erkenne ich den Boden, aus der sie gedieh‘.“

Während die Einen immer mehr verblöden und die Anderen sich ihre elitäre Welt aufbauen, vermisse ich die Normalität einer weitestgehend heilen Welt. Etwas, was wir als sicherheitsbedürftige Individuen immer und jederzeit bewusst oder unbewusst suchen. Ich habe mich lange geweigert, ein Kind in die Welt zu setzen. Das hatte verschiedene Gründe, aber einer davon ist nunmal, das ich von unserer „Welt“ .. unserem Leben keine allzugute Meinung habe. Wobei an dieser Stelle einer der wichtigsten Aussagen zur Sprache kommt. Nämlich, dass wir es noch vergleichsweise (noch) gut haben. Gerade in solch einer Industrienation wie Deutschland im Vergleich zum Rest der Welt.

Ist Euch eigentlich bewußt, dass wir vergleichsweise in paradiesischen Verhältnissen Leben? Fast alle haben ein Dach über den Kopf, ein Handy, immer was zu Essen. Und wenn wir krank sind, gehen wir zum Arzt und werden behandelt. Das ist alles keine Selbstverständlichkeit. Wir bekommen Kinder und erhalten Unterstützung seitens des Staates. Kindergarten und Schule. Und jetzt mal ehrlich. Ich bin auch mal knapp bei Kasse, aber ich kann auch nach kaufland gehen und mir für nicht mal einen Euro Brötchen holen. Wenn man die 2 – 3 Stück weggemampft hat, ist man pappesatt. Jetzt werden viele sagen, aber wo ist die Butter … wo ist die Wurst? Schonmal dran gedacht, dass es unsagbar viele Menschen gibt, die nicht mal eine Hand voll Reis für den Tag haben, wenn überhaupt ? Und wir kriegen schon Panik wenn der Kühlschrank nicht Käse und Wurst bestückt ist, oder die Kühltruhe mit sonst was an Fleisch, Gemüse etc. WOW, was für ein Luxusproblem. Ist Euch das eigentlich bewusst. Führt Euch das mal langsam vor das geistliche Auge. Gerade wenn man der Meinung ist, man hat nur noch 20 Euro für den Restwoche am Monatsende. Satt werden wir immer.

Ich selbst bin da auch nicht befreit von. Da sitze ich alleine in meiner 70 Quadratmeter Wohnung bin bin verbittert, dass ich es nicht zu einem Eigenheim geschafft habe. Während ich gar nicht weiß, was ich gucken soll, auf meinem großen Flachbild TV mit Netflix, Watchever und BluRay etc pp. Neid und Materialismus .. mal wieder.

Aber eins kann ich Euch sagen. Liebe und Menschlichkeit sind definitiv der Schlüssel zum Glück. Nicht unser Bankkonto, nicht unsere Klamotten und vor allen Dingen nicht eine Definition über Job und Karriere. Wenn ich mit meinem kleinen Sohn zusammen bin, weiß ich, das er der Schlüssel zu meinem Glück auf dieser Welt ist. Die Liebe zwischen zwei Menschen. Die Liebe zwischen den Menschen sollte oberstes Gebot sein. Ich weiß, ein bisschen zu idealistisch gedacht, aber es ist die Wahrheit. Seit einfach dankbar für Eure Gesundheit, für das Essen und den Umstand, dass wir als im Verhältnis zum Rest der Welt als kleine Gruppe von Menschen so gut Leben können. Und glaubt mir, jeder Tag den wir so verbringen ist ein Geschenk.

Und wieder muss ich an den todkranken Vater denken, der seine Tochter noch in den Armen halten konnte, bevor er endgültig starb. Das Leben ist nicht schön, es ist hinterhältig, grausam und ungerecht. Nur Wenigen ist ein Quäntchen Glück vergönnt. Aber auch das ist begrenzt. Denkt mal drüber nach ….

Valentinstag … oder nicht?

Posted in Allgemein on Februar 14, 2015 by andrefedorow

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Und es geht schon wieder los, es ist der 14. Februar – Valentinstag. Jedes Jahr finde ich in meiner Facebook & Twitter Timeline zwei Gruppen von Menschen. Die einen bekunden Ihre Liebe und Zuneigung und die Anderen ihren Frust und Anti-Einstellung.

Pärchen-Argumente wie: „Man sieht sich den Rest des Jahres auch jeden Tag, also warum dann genau an dem Tag Blumen schenken, wenn man das auch den Rest des Jahres tun kann“ ziehen bei mir nicht. Ich hoffe nämlich, dass man genau das als liebender Partner tut – sich auch den Rest des Jahres um seinen Partner liebevoll kümmern. Ist das nicht eine Grundvoraussetzung?

Trotzdem kann man einen sich anbietenden Tag wie den 14. Februar durchaus, unter dem Motto der Liebe, zelebrieren. Und das gilt nicht nur für Paare. Liebe findet man überall. Als (Single-)Vater verbringe ich den Tag z.B. vorzugsweise mit meinem Sohn.

Mein Lieblingsargument der „Anti´s“: „Das ist eine Erfindung der Blumenindustrie.“. Nein, ist er nicht. Der Tag hat eine fast tragisch-romantisch, Vorgeschichte:

Valentin von Terni, traute Liebespaare im 3. Jahrhundert entgegen dem Verbot von Kaiser Claudius den Zweiten. Sein Glaube an die Liebe stellte er über sein eigenes Leben. Leider endete dies an einem 14. Februar, als er deswegen hingerichtet wurde.  Ich wette die Blumen-Lobby des 3. Jahrhunderts steckte dahinter, um endlich einen Grund zu kreieren, den Umsatz ihrer Blumenzucht künftig und für alle Zeiten zu steigern. Experten sprechen auch von der Fleurop-Verschwörung. 😉

Wir haben für jeden Anlass einen Tag. Und es kommt in Mode, alles kaputt zu machen, je nach persönlicher (vermeintlicher) Toleranz. Einige die den Valentinstag bashen, feiern aber mit Vorliebe andere Tage. Wie zum Beispiel den Muttertag und fangen dann aber später schon wieder an, Ostern und Weihnachten zu dissen.

Natürlich versucht der Warenhandel aus jedem Anlass einen Vorteil zu ziehen. So ist das nun mal heutzutage im westlichen forcierten Kapitalismus. Ich hab Anfang der Woche schon wieder Osterhasen im Regal gesehen.

Jeden Tag posten Leute, wie toll es ist, auf dem Klo zu sitzen, was sie kochen, ihren Fremdenhass, ihren Frust, ihre Anti-Einstellungen usw. Es gibt soviel Belangloses, Negatives und Trauriges mit dem wir täglich konfrontiert werden. Gerade wo Menschlichkeit vorherrschen sollte, gibt es unsagbare Grausamkeiten.

Es geht für mich um Traditionen, die wir über Jahrhunderte bewahrt haben. Und die sind bei Weitem nicht die Schlechtesten . Aus meiner Sicht sind alle „Liebesbekundungen“, heute am 14. Februar, kleine Lichter der Hoffnung am dunklen Himmel der Gleichgültigkeit.

Vatertag No.2

Posted in Allgemein on Juni 1, 2014 by andrefedorow

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Der Tag danach …

Durch das Fenster scheint die Abendröte des Tages. Das tägliche Schauspiel „Nacht schlägt Tag“ endet ausnahmsweise mal in romantischen Farben. Und wieder packt mich die Melancholie, welche zum Nachdenken anregt. Meine Gedanken, kreisen wie immer, um den Mittelpunkt meines Lebens. Meinen geliebten, 22 Monate jungen, Sohn David. Ich frage mich, wie es ihm geht und was er gerade macht. Dabei war er erst gestern bei mir. Ich vermisse ihn so sehr. Ich mache oft mein Handy an, weil ein Bild von ihm als Hintergrundbild gespeichert ist. Oft drücke ich nur einmal kurz auf mein Telefon, um ihn zu sehen. Es gibt mir das Gefühl, ein Stück von ihm ist immer bei mir. Und ich möchte immer bei ihm sein. Ich habe das Glück, ihn jederzeit sehen zu können, auch außerhalb der für ihn fest reservierten Tage am Wochenende. Ich hole ihn nicht nur am Wochenende zu mir, sondern besuche ihn auch in der Woche so oft ich kann. Denn jeder Tag ohne ihn, ist ein verlorener Tag für mich. Ich gebe ihm soviel Liebe wie ich kann und er spürt es. Je älter er wird, desto mehr zeigt er es. Er möchte, dass ich überall dabei bin wenn er z.B. irgendwo spielt. Oft setzt er sich auf meinen Schoß und deckt sich mit einem meiner Arme zu. Wir sitzen oder liegen oft so aneinander gekuschelt, während wir Fernsehen schauen, oder ich ihn eine Geschichte erzähle. Egal ob er Mittagsschlaf macht, oder Abends ins Bett geht, ich bin immer an seiner Seite, sprichwörtlich und symbolisch. Und wenn ich irgendwann nicht mehr bin, ist meine Liebe, die ich ihm gegeben habe, ein Bestandteil von ihm. Denn wahre Liebe überwindet alles.

Morgen ist er wieder bei mir. Strahlende Augen, viel Lachen und kleine Händchen die mich festhalten und überall hinführen. Als Erwachsener hat man das Kribbeln im Bauch fast verloren, wenn man sich auf etwas sehr freute, als man noch ein Kind war. Doch David gab es mir zurück. Ich freue mich schon sehr auf morgen.

… noch 1x Schlafen … 😉

Wie ist man(n) ein guter Vater?

Posted in Allgemein on Februar 21, 2014 by andrefedorow

von André Fedorow

Die Frage

daddyNach Fragen wie zum Beispiel „Was war zuerst da: die Henne oder das Ei?“, mit deren Antwort sich schon Größen wie Plutarch oder Aristoteles beschäftigten, leitet mich eine ebenso Gewichtige. Die Frage „Wie werde ich ein guter Vater?“ lässt sich nämlich nicht damit beantworten indem man Alles der Mutter aufhalst und sich damit brüstet mal den Kinderwagen geschoben oder eine Stinkbombe unter dem Strampler gewechselt zu haben. Dabei ist man weder ein Softie oder entfernt sich von seinem so wohlbehüteten Testosteron. Ein guter Vater zu sein gehört so ziemlich zu den männlichsten Dingen im Leben eines Mannes.

Wo fange ich an?

Was muss also ein Papa haben, um zu den berühmten TOP 2 seines Kindes zu gehören? Ein guter Anfang wäre sein Kind schon zu lieben während es noch bei Mama im Bauch campt. Aber auch später ist Liebe eine unbedingte Grundvoraussetzung seitens des Vaters. Ich bin immer wieder darüber erschrocken, wie wenig manche Männer für ihre Kinder übrig haben. Jeder Tag ohne meinen Sohn ist ein verlorener Tag. Wenn ich für mich spreche, empfinde ich meine Liebe zu meinem Sohn als bedingungslos. Was Einem eigentlich als Emotion und Beschützerinstinkt natürlich mitgegeben sein sollte. Ich denke, Liebe zu dem Kind qualifiziert einen Mann lediglich um potentiell ein guter Vater zu sein. Aber es ist nur ein Anfang.

„Du bist doch ein guter Vater!“

Das sagt man oft zu Männern. Leider entgleitet diese ehrende Aussage der Gesellschaft nur zu schnell ohne zu wissen, was wirklich hinter verschlossener Türe passiert. Meine Mutter sagt immer „Unter jedem Dach wohnt ein ´Ach!´“. Als Mann wird man schnell diesbezüglich positiv beurteilt. Wenn man zum Beispiel mal eine halbe Stunde auf den kleinen tasmanischen Teufel aufpasst, damit sich Mama schnell baden darf. Und nimmt man die kleine Prinzessin mal außerhalb der Norm zwischendurch auf den Arm ist man gleich „Super-Daddy“. Das Schlimmste dabei ist, die Männer glauben das auch irgendwann. Ich war zeitweise nicht anders. Aber, liebe Freunde, macht Euch schon mal von diesem Gedankengut frei.

Zeitreise in die Vergangenheit

Warum ist das so? Im Grunde empfinde ich es nachhaltig als Beleidigung, dass wir Männer nur all zu schnell positiv beurteilt werden, während Alles, aber wirklich ALLES, der Mutter abverlangt werden soll. Traut man uns es nicht zu nahezu alle Tätigkeiten einer Mutter mit oder ganz zu übernehmen? (Mal abgesehen vom Stillen, wenn es ein Stillkind ist). Vieles von diesen Schnellbeurteilungen hat meines Erachtens den Ursprung in der Vergangenheit.
Sicherlich, die 50/60er Jahre geprägte „Generation Mann“ hat sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die Grund- und Schuldfrage lasse ich mal bewusst außen vor. Fakt ist, diese althergebrachten „Vaterfiguren“ von damals haben nicht nur ausgedient, sondern waren auch von Grund auf pädagogisch nicht zu gebrauchen. Folgendes Fallbeispiel trifft sicherlich nicht auf jeden Vater der „alten“ Generation zu, aber mir zugetragene Rückblicke auf die 50/60er Jahre lassen immer wieder ein bestimmtes Vaterbild erkennen: Der Vater kommt von der Arbeit nach Hause und kriegt sein Essen serviert, während  die Frau den ganzen Tag den Haushalt gemacht, die Kinder versorgt und erzogen hat. Für die Kinder herrschte die Regel den Vater erst mal gar nicht anzusprechen. „Der Mann braucht Ruhe!“ Er ist der Ernährer, hat das Sagen und ist die Autoritätsperson Nummer 1. Irgendwann lässt er sich dazu herab sich mit seinen Kindern zu beschäftigen. Was soviel hieß wie „Warst Du artig?“, „Hast Du Deine Hausaufgaben gemacht?“, „Ich hab Dir doch gesagt …“ etc.! Er war auch derjenige, der vorrangig die Kinder in Form von Schlägen „züchtigte“ wenn es aus Sicht der Eltern einen Grund gab. Ja, das ist garantiert das, was ein kleines Kind bzw. Teenager braucht, eine männliche Gallionsfigur, zu der man mit ängstlichem Respekt aufblickt. Kein Wunder, dass viele von diesen Typen in der heutigen Zeit nicht mehr zurechtkommen. Die wissen so viel von  „Attachment Parenting“ wie ein Streichholz von einer Supernova.

Zwischenstand – Zucker auf der Ersatzbank

Was haben wir bisher gelernt? Ja richtig! Liebe ist Grundvoraussetzung und wir lassen uns nicht auf die mit Zucker übersäte Ersatzbank schieben, indem wir uns mit Sätzen „Du bist doch ein toller Daddy“ einlullen lassen. Das verdienen wir uns erst mal, Männer!

Die perfekte Zwei für die Eine

Ein Kind braucht ausgeglichene Verhältnisse. Es bringt der Entwicklung des kleines Menschens gar nichts, eine gestresste Mutter zu haben. Fast täglich erlebe ich schreiende Mütter (Spielplatz, Strasse etc.), die mit ihren Kindern überlastet sind. Viel Geheule seitens der Kleinen, die im Grunde missverstanden werden. Daraus resultiert ein Fehlverhalten, welches ein Elternteil nicht mit Bedacht auffangen kann. Aus diesem Betrachtungswinkel, Einer unter vielen, ist es sehr wichtig, dass Mama und Papa ein TEAM sind.
Wir als Väter sollten Lernbereitschaft zeigen, alle Pflichten der Fürsorge zu 100% zu übernehmen. Das fängt beim Windel wechseln an, geht über Waschen, aktiven Spielen, Aufpassen bis hin zum Geben der Flasche und ins Bett bringen. Bei Stillkindern müsste natürlich optimalerweise abgepumpte Muttermilch in der Flasche sein. Ich denke wir als Väter müssen fast übergangslos das Ruder übernehmen können. Es vertieft nicht nur die Bindung zum eigenen Kind, sondern sorgt auch für Ausgleich bei der Mutter. Idealerweise entwickelt sich zwischen den beiden Elternteilen eine positive Routine. Was beide letztendlich zu einem Team formt.
Natürlich wäre es am Besten, wenn beide Elternteile noch zusammen wohnen und verstehen würden. Das ist leider oft nicht der Fall. Aber auch hier gilt – verhaltet euch immer so, wie es das Beste für das Kind ist. Wenn Einer von Beiden natürlich durch versteckte Boshaftigkeit oder Desinteresse glänzt, wird das mit dem Team natürlich schwierig. Schlecht für das Kind, und für den aus der Reihe tanzenden Elternteil hab ich nur ein Wort über: „Arschloch!“ – egal ob männlich oder weiblich.

Tagesgeschäft

Als ich mich voll in das Tagesgeschäft der Mama mit eingeklinkt habe, konnte ich meinem Kind meine Liebe viel besser zeigen. Je mehr Zeit ich mit meinem Kind verbrachte, desto mehr lernte ich auch über das Wesen des kleinen Erdenbürgers. Verhaltensweisen, Mimiken und Blicke zu deuten stellte sich ebenso ein wie potentielle Gefahren im Haushalt zu erkennen (geht ab dem großen Krabbeln los). Ebenso wichtig ist der Umstand, dass Kuscheln nicht nur Sache der Mama ist. Du darfst und sollst auch zeigen, dass Papa genauso viel Gefühl hat wie Mama.

Zwischenstand – Telepathie?

Fast! Ein guter Papa nimmt nicht nur der Mama soviel es geht ab, sondern liest auch empathisch in seinem eigenen Kind. Spätestens wenn Ihr erkennt, dass das schelmische Grinsen auf dem Gesicht eurer kleinen Lieblinge bedeutet „Was mache ich als Nächstes?“ seid Ihr schon ein Stück weiter.

Das Baby geht – das Kleinkind kommt

Nur zu schnell ist die Zeit des Babyseins vorbei. Krabbeln, dann Laufen. Und spätestens dann heißt es seinen Hintern hoch zu kriegen, denn jetzt kommt ein weiterer wichtiger Baustein für den „guten Papa“. Das Kind nimmt jetzt viel aktiver an seiner Umwelt teil. Laufen, Sprechen und maßgebliche soziale Interaktionen mit uns Eltern, aber auch mit Spielkameraden im gleichen oder ähnlichen Alter. Kinder lieben es zu spielen, egal wie und mit was. Mein Sohn liebt es raus zu gehen. Laufen und die Welt erkunden. Als Vater sollte man sich jetzt schon ab und zu was einfallen lassen, um sein Kind aus dem Kinderzimmer zu holen. Zeige Deinem Kind das, was es sonst nicht oder selten sieht. Was nicht heißt, dass normales Spielen drinnen und draußen außer Acht gelassen werden sollte. Wie schon vorhergehend gesagt, hat man eine Bindung zu seinem Kind aufgebaut, erkennt man auch dessen Interessen. Und hier gilt es darauf einzugehen.

Oh, Kind!

Wir Alle kennen das. Man hat schlechte Laune, man ist genervt. Und zu allem Übel kann man es seinem Nachwuchs mit gar nichts recht machen. Jetzt muss ich wieder an die schreienden Mütter denken, ich die bereits erwähnte. Hier gibt es aber auch brüllende Väter. Und um es kurz zu machen: Rumschreien bringt gar nichts. Ruhe bewahren und ergründen warum das Kind bockig ist. Das kann einfach Unzufriedenheit sein oder im schlimmsten Falle eine Erkrankung. Alles ist möglich. Deswegen durchatmen und schauen. Von Schlagen halte ich gar nichts und darüber diskutiere ich auch nicht. Ich verweise nur auf meinen Abschnitt „Zeitreise“ weiter oben.

Die Papa-Show

Gerade beruflich stark eingebundene Väter werden das kennen. Man kommt von der Arbeit nach Hause und schon hängt Einem das Kind am Rockzipfel ………. sagte ich Rock? Da ich in Deutsch schreibe und wir keine Schotten sind, belasse ich diesen Part als Redewendung so stehen. Oftmals sind die nächsten zwei Stunden der „Papa-Show“ gewidmet. Und wenn man müde ist und eigentlich kaum Muße hat auf Alles einzugehen, was einem der kleine Mensch so erzählt und zeigt, darf man eins nie vergessen – und das ist die wichtigste Erkenntnis von Allem: Dein Kind macht das nur so intensiv weil es Dich vermisst hat. Und warum vermisst es Dich? Weil es Dich liebt. Weil es Dir auch oft Dein eigenes Fehlverhalten verzeiht.
Und wenn Du meinst mal wieder „genervt“ von Deinem Kind sein zu müssen, weil es ständig an Dir zieht und übermäßig viel mit Dir kommuniziert, dann halt Dir vor Augen – es passiert aus Liebe. Sei dankbar für die Papa-Show und versaue es nicht! Sei immer da für Dein Kind, egal wie alt es ist. -aF

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Hallo? Mama…hörst Du mich?

Posted in Allgemein with tags , , , , , on Februar 1, 2014 by andrefedorow

Die Mörder im Ärztegewand?

Dieser Artikel stellt meinen vorhergehenden, über den Vatertag, in den Schatten. In den letzten Tagen macht ein Text bei Facebook die Runde. Er ist aus der Sicht eines ungeborenen Kindes geschrieben, was eigentlich auf den ersten Blick einen Kitsch getränkten Kettenbrief vermuten lässt.Dennoch erweckten die Worte meine volle Aufmerksamkeit. Die beschriebenen Gefühle des Kindes sind eher symbolisch zu verstehen, so habe ich das verstanden. Die unbekannte Autorin bzw. der unbekannte Autor hat den Text so gut verfasst, dass selbst mir die Tränen gekommen sind. Unter dem Aspekt habe ich mal etwas recherchiert. Und ich bin hinter eine grausame, unvorstellbare, Wahrheit gekommen. Aber lest zu erst den Text des unbekannten Autors bzw. Autorin.

Weißt Du eigentlich schon dass ich da bin? Ich glaube nicht. Aber sicherlich wird Du Dich freuen. Ich schau mich mal um, ist ziemlich Dunkel hier, aber ich hab keine Angst, ich bin ja ganz nah bei dir und fühle mich wohl. Ich freue mich auf Dich Mama…

6.Schwangerschaftswoche
Heute hast Du erfahren, dass Du einen Untermieter hast und hast Dich so gefreut. Ich war auch ziemlich hibbelig, aber mich spürst Du ja noch gar nicht. Ich bewege mich schon ziemlich fleißig und werde Dich später ziemlich auf Trab halten

8.Schwangerschaftswoche
Mama, meine Finger und Zehen sind jetzt da. Sieht lustig aus. An diesen Hände wirst Du mich nehmen und mich Durch die Welt begleiten, mit meinen kleinen Füßchen wirst Du spielen und wirst mir später auf die Beine helfen. Wir werden bestimmt sehr viel Spaß zusammen haben. Ich frag mich wie Du aussiehst, Mama, eigentlich egal für mich bist Du sowieso die schönste Mama der Welt…Bist Du gespannt ob ich eine kleine Prinzessin oder ein kleiner Prinz bin? Ein bisschen musst Du noch warten Mama

12.Schwangerschaftswoche
Ich bin jetzt völlig „fertig“ Mama und weiß auch schon was ich werde, aber ob ich dir das bei der nächsten Untersuchung zeige, überlege ich mir noch

16.Schwangerschaftswoche
Mama, ist ziemlich laut geworden hier. An Deine warme Stimme hab ich mich schon so gewöhnt, sie ist so weich. Du musst mir später unbedingt viel vorsingen. Du sprichst sehr viel mit mir und streichelt sehr viel über Deinen Bauch, ich spüre das Mama. Ich versuche dagegen zu treten, aber ich glaub dafür muss ich etwas stärker werden. Dein Herz schlägt ruhig und regelmäßig, es beruhigt mich. Schon heute ist es mit soviel Liebe für mich gefüllt. Ich liebe Dich auch Mama…

18.Schwangerschaftswoche
Heute hast Du erfahren, dass ich eine kleine Prinzessin bin. Hast Du Dich gefreut Mama? Die Ärztin hat ziemlich lange gebraucht um das raus zu finden, ich hab mich ziemlich gut versteckt, nicht wahr Mama?
Ich glaube Du freust Dich sehr, Du warst danach ziemlich hektisch, warst Du etwa schicke Sachen für mich kaufen?
Heute hab ich Dich getreten und Du hast es gespürt, die Freude war groß nicht war Mama?! Ab jetzt trete ich Dich öfter, wenn ich dir damit eine Freude machen kann, dann tu ich das gerne!
Bald soll eine große Untersuchung stattfinden, ob ich auch völlig gesund bin. Du brauchst dir keine Sorgen machen Mama, mein kleines Herzchen schlägt fleißig, ich bin ziemlich aktiv, ich fühle mich wohl und Du passt ja so gut auf mich auf und bist so liebevoll, da wird schon alles gut gehen…

22.Schwangerschaftswoche
In der Nacht warst Du sehr unruhig, Mama, ich hab das gespürt. Mach dir doch nicht so viele Sorgen, es wird schon alles gut gehen…
Oh man, war das eine Untersuchung. Der Arzt hat aber ziemlich lange gebraucht und hat ziemlich dolle auf Deinen Bauch gedrückt, das hat mir gar nicht gefallen Mama. Ich hab immer dagegen getreten, ich hoffe ich hab dir nicht wehgetan?
Endlich vorbei, aber warum freust Du Dich nicht Mama? Stimmt etwas nicht mit mir?
Du weinst schon die ganze Zeit Mama, das macht mich traurig…Bald soll schon wieder eine große Untersuchung sein, das ist anstrengend Mama, aber wenn Du Dich dadurch wieder besser fühlst dann lohnt es sich doch…

Mensch Mama, das war bist jetzt die schlimmste Untersuchung. Mit was für einem spitzen Gegenstand hat der Arzt Dich denn am Bauch gepiekt?

Endlich haben wir auch das hinter uns gebracht, aber Du weinst immer noch Mama. Bestimmt hast Du Dich auch so erschrocken wie ich. Aber jetzt ist es ja vorbei.
Ich möchte dass Du wieder mit mir sprichst und vor allem lachst, Du lachst so schön Mama und dann bewegt sich auch Dein Bauch, das macht so ein Spaß…

Mama, heute hat dir der Arzt gesagt, dass ich etwas anders bin als die anderen Kinder.
Glaub das nicht Mama, schau mal ich habe zwei Arme und zwei Beine, ich sehe ganz normal aus. Der Arzt hat wahrscheinlich keine Ahnung. Er meinte, ich wäre zwar lebensfähig aber würde mich sehr langsam entwickeln, ist doch egal, oder Mama. ich werde euch doch trotzdem sehr viel Freude machen.
Er meint, ich würde niemals selbstständig sein, immer bei euch bleiben und ihr müsstet mich immer unterstützen. Das ist doch kein Problem, oder Mama? Und die Zeit, die er euch gegeben hat um euch für oder gegen mich zu entscheiden, kann er sich auch an den Hut stecken. Wir lassen uns doch nicht unterkriegen, wir schaffen das doch gemeinsam.
Ok, vielleicht werde ich anders sein als andere Kinder, aber so bin ich dann nun mal. Ich werde langsamer sein als andere, einiges werde ich vielleicht viel später lernen oder auch nicht, aber ich werde euch immer lieben und werde dankbar sein für die Liebe und Unterstützung, die ihr mir gibt.

Ich freue mich Mama, obwohl ich spüre das Du noch angespannt bist, streichelst Du Dein Bauch nun sehr oft. Ich freue mich und trete dagegen. Aber warum weinst Du dann Mama? Bestimmt sind das Freudentränen. Mann, ich bin so gespannt, auf Dich, auf Papa, auf unser Zuhause.

Heute wollt ihr noch mal zu diesem Arzt und ihm die Entscheidung mitteilen. Ich freue mich, wenn dieser ganze Stress endlich vorbei ist und wir wieder glücklich werden. Du kannst dann noch die Zeit mit mir im Bauch genießen, Ok ihr werdet bestimmt etwas brauchen um euch neu auf mich einzustellen, aber bis jetzt habt ihr das so toll gemacht mit mir Mama. Vielleicht bin ich deshalb ein `besonderes` Kind, weil der lieb Gott weiß das Du auch das bewältigst. Danke Mama, danke dass Du mich behältst. ich hatte schon etwas Angst, dass Du mich nicht mehr haben willst, aber nun gehst mir wieder gut und ich freue mich auf das Leben mit dir.

Mir geht’s nicht gut Mama…Mir ist so kalt, ich hab mich noch nie so gefühlt in Deinem warmen Bauch. Ich habe keine Kraft mehr, ich würde dir gerne gegen den Bauch treten, aber ich schaffe es nicht. Ich bin sooo müde Mama, ich würde gerne wieder am Daumen nuckeln und mich besser fühlen, aber ich bin so schwach Mama. Ich spüre Hände auf Deinem Bauch, Mama, aber es sind nicht Deine. Die sind nicht so warm und liebevoll wie Deine Hände. Ich höre Stimmen, aber Deine ist nicht da, ich spüre aber wie Du leise weinst.

Mama, mein Herzchen macht das nicht mehr mit. Nun weiß ich dass Du Dich doch gegen mich entschieden hast. Aber ich bin dir nicht Böse, Mama. Wahrscheinlich hattest Du einfach nur Angst, Angst vor dem Ungewissen.
Bitte hör nun auf zu weinen, ich nehme es dir nicht übel. Ich habe Deine Liebe gespürt, Du hattest so viel davon in Deinem Herzen. Für mich hat es leider nicht gereicht, Mama. Ich gehe nun ganz still aus Deinem Leben, aber werde Dich nie vergessen. Vergiss mich auch nicht Mama, denke an unsere schöne Zeit, bevor Du erfahren hast, das ich etwas anders bin. Das soll kein Vorwurf sein, Mama. Du hast Dich wahrscheinlich richtig entschieden. Ich wünsche dir noch viele Babys, die nicht anders sind, denn Du wärst bestimmt eine ganz tolle Mama, mit der man sehr viel Spaß hat. Ich liebe Dich und weiß dass Du mich eigentlich auch ganz dolle lieb hast.
Ich komme bestimmt in den Himmel, aber keine Angst Mama, ohne Dich gehe ich nicht rein. Ich werde vor der Himmelpforte auf Dich warten. Warten auf eine Zeit, in der wir wieder vereint sind.

Ohne Dich wäre der Himmel nur halb so schön…

Es geht hierbei um Spätabtreibungen. Das ist eine Sache, von der ich bis zu diesem Zeitpunkt nichts gewusst habe. Mir war klar, dass es Abtreibungen gibt – bis zur 14. Schwangerschaftswoche. Allein das ist schon ungeheuerlich, wenn man bedenkt wie weit der Fötus bis dahin bereits entwickelt ist. Früher habe ich das zwar anders gesehen, aber ich empfinde eine Abtreibung, weil man keinen Bock auf das Kind hat, als Mord. Es mag ggf. Ausnahmegründe geben, aber das ist nicht das Thema, was ich hier in diesem Artikel aufgreifen möchte. Im Grunde ist die Zerstörung von Leben Mord.

Es geht um Spätabtreibungen, was für mich „ohne wenn und aber“ Mord mit Vorsatz ist. Egal ob das Kind behindert ist, wer sind wir, zu entscheiden ob es Leben etwas wert ist oder nicht? Schonmal geschaut was bei einer Spätabtreibung so passiert?

Sogenannte Abtreibungsärzte wenden u.a. folgende Prozeduren bei Spätabtreibungen an (stark vereinfacht dargestellt, nicht alle in Deutschland zulässig):

– Mit einer langen Nadel sticht man durch die Bauchdecke bis in die Fruchthöhle hinein, um das Herz des Kindes letztendlich zu treffen. Mit einem Schuss extrem hoher Dosis Kalium in das winzige Herz bringt man es quasi zum erliegen. Dieses Prozedere ist der Abschluss eines Anderen (Protaglandine) und dient nur Absicherung, das das Kind auch wirklich tot ist.

– Alternativ dazu wird mit der langen Nadeln die Fruchthöhle mit hochprozentigen Alkohol „befüllt“, damit dieser sich mit dem Fruchtwasser vermischt. Das ist für das Kind hochgradig giftig und ist fast wirkungsvoller als die vorher genannte Prozedur.

– Bei größeren Babys, was bei der 22. Schwangerschaftswoche nicht unmöglich ist, wird ein Kaiserschnitt gemacht. Zumeist sind die Kinder noch am Leben, aber auf ärztliche Hilfe können sie lange warten. Schließlich wurden sie zum Sterben auf diese Welt „geholt“.

– Die Krönung diese Grausamkeiten ist das „zerschneiden“. Der Kindermörder im weißen Kittel sorgt dafür, dass das Kind sich dreht und er es an einem Bein herausziehen kann. Ist der Kopf zu sehen, schneidet er das Genick auf und saugt das Gehirn ab. In der Fachsprache nennt man das „Partial-Birth Abortion“

Ich muss zugeben, ich war fassungslos entsetzt, dass so etwas legal praktiziert wird. Und zwar vom Gesetz her bis über den 5. Schwangerschaftsmonat hinaus.

(Das ist ein Bild eines Kindes, oder auch Fötus, im 5. Schwangerschaftsmonat)

Wer auch immer den Text „Hallo!? Mama … hörst Du mich?“ verfasste, ihr oder ihm möchte ich danken. DANKE! Ohne diese Zeilen wäre ich nie auf eine weitere Grausamkeit unserer „modernen“ Gesellschaft aufmerksam geworden. -af

Lesenswert:

http://www.meinbaby.info/spaetabtreibung.aspx

http://www.pro-leben.de/abtr/berichte_abtreibungsaerzte.php

Vorsicht Vatertag!

Posted in Hauptartikel with tags , , , , , , , , , , , , , , on Mai 9, 2013 by andrefedorow

Zu wessen Ehren? Des Alkohols?

Vorsicht-Vatertag-Man mag es kaum glauben. In den USA ist „er“ seit den 70ern ein offizieller Feiertag – der Vatertag. Das volkstümliche Pendant zum Muttertag erfreut sich zu meinem ethisch geprägten Leidwesen immer wieder an Rausch-orientierten Ritualen, welche mit der Ehre des Vaters nur wenig gemeinsam haben. Bestenfalls mit Erzeugern, die in schöner Regelmäßigkeit ihre Familie alkoholisiert vermoppen. Ansonsten erschließt sich mir keine Verbindung zwischen Vaterehren und sich bis zum Koma Alkohol in den Schlund zu kippen. Ich meine, Grund zum „Saufen“ findet man quasi jeden Tag, aber der heutigen, Rausch geprägten, Spaßgesellschaft ist sowieso nichts mehr heilig.

Ich denke, man sollte den Vatertag mit seinen Kindern verbringen – wenn möglich. Es ist ein traditioneller Familientag, der seinen Ursprung 1910 hat. Es geht, wie es der Name schon sagt, darum den Vater zu ehren. Genauso wie man es am Muttertag machen sollte. Stattdessen wird der Grundgedanke mit peinlichen Aktionen und Alkohol ad absurdum geführt. Insbesondere von Nicht-Vätern, die gerne den Vatertag als Männer- oder Herrentag bezeichnen. Allerdings hat das nichts mit dem Grundgedanken des Vatertags zu tun, sondern wird bzw. wurde einfach anarchistisch hinzugefügt.

Diese peinlichen Ausschweifungen, welche zum Fremdschämen anregen, zeigen sich erfahrungsgemäß durch betrunkene Buben, welche mit einem so genannten Bollerwagen durch die Straßen ziehen. Dabei ist der Geräuschpegel des von Bier und Schnaps getränktem Proletariats von der physischen Anzahl der ausschließlich auf Kleinhirnbasis funktionierenden Skrotum-Träger abhängig. Singend, grölend und nach seltsam riechenden Ausdünstungen bewegt sich Freund Brausekopf durch die Ortschaft. Ich bin der Meinung, egal ob Vater oder nicht, solche Aktionen zeigen mir auf welchem Niveau manche Leute ihr Dasein fristen. Ziehe ich daraus ein Fazit, bleibt von dem Gedanken an Familienglück bestehend aus spielenden, glücklichen Kindern oder einem gemeinsamen Ausflug, nicht viel über. Schade eigentlich. So, ich geh jetzt auch gleich raus und unternehme was. Allerdings mit meinem Sohn und mit meiner Frau. So möchte ich meinen ersten Vatertag verbringen.

So long, André